Brettchenturnier im Rahmen des 14. Christian-Koscinski-Gedenkturniers 2006 des CfL Berlin 65 am 14.04.2006 in Berlin

Oliver Bohnsack und Dirk Thugut nicht zu schlagen

Berlin (HH). Erstmals hatte sich der CfL Berlin 65 dazu entschieden, im Rahmen des jährlich über Ostern ausgetragenen Christian-Koscinski-Gedenkturniers auch eine Brettchenklasse anzubieten. Diese war für Karfreitag um 14.00 Uhr angesetzt, und zwar im Kings-Cup, einem Zweiermannschaftssystem, bei dem beide Spieler genau ein Einzel und ein Doppel spielen. Dies ist Neuland für die Brettchenspieler in Deutschland, denn alle bisherigen Brettchenturniere kannten nur Einzel- und ggf. noch Doppelkonkurrenzen.

Die gute Idee der Berliner Südstädter wurde leider nicht mit einer entsprechenden Resonanz belohnt. Acht Teams hatten ihren Start geplant, sechs ihn schließlich realisiert. Das positive Resultat dieser Teilnehmerzahl war dann die Austragung des Turniers in einer einzigen Gruppe, bei der jede der sechs Mannschaften gegen jede andere anzutreten hatte. So kam jeder Teilnehmer auf fünf Einzel und fünf Doppelspiele, so dass sich die teilweise doch recht weite Anreise für alle gelohnt hat.

Wenn die Quantität des Feldes zu wünschen übrig ließ, kann man das von der Qualität nicht behaupten. Neun der dreizehn Turnierteilnehmer hatten schon Brettchen-Erfahrung, vier davon sind sogar permanente Brettchen-Spieler. Die Platzierung der besten Teilnehmer in der deutschen Brettchen-Rangliste ließ gute Spiele erwarten.

Von den drei Teams, die nach zwei Runden noch ungeschlagen waren, trafen in Runde 3 dann zwei aufeinander. Nach dem 3:2-Erfolg von Marco Czerwinski (Spandauer TTC) gegen den gleichfalls immer mit dem Brettchen spielenden Klaus Becker (VfB Hermsdorf) glich dessen Partner Carsten Schwemmer (KJH Lichtenrade) postwendend mit einem 3:2 gegen Peter Wolff (Spandauer TTC) aus, bevor dann das Doppel entscheiden musste. Auch dieses letzte Spiel dieses spannendsten Mannschaftskampfes des gesamten Turniers ging über fünf Sätze, in denen sich Becker/Schwemmer schließlich ihre saubere Weste bewahrten. Doch eine Runde später war es auch darum geschehen. Im vorweggenommenen Endspiel setzten sich die bis dahin souverän agierenden Dirk Thugut gegen Schwemmer und Oliver Bohnsack gegen Becker jeweils genauso in drei Sätzen durch wie danach zusammen auch im Doppel. Die Vorentscheidung war gefallen, und nach dem abschließenden klaren Gewinn beider Einzel von Thugut gegen Czerwinski und Bohnsack gegen Wolff konnten es sich die schon feststehenden Gewinner vom Ausrichterverein CfL Berlin 65 sogar leisten, auf das abschließende Doppel gegen die Drittplatzierten zu verzichten.

Es bleibt zu hoffen, dass der CfL Berlin sich von der geringen Resonanz bei der Premiere der Brettchenklasse nicht entmutigen lässt und diese auch im nächsten Jahr wieder ausschreibt. Vielleicht kann man dann sogar zusätzlich zum Kings-Cup auch noch die bei diesem Turnier in den anderen Klassen obligatorische Einzel-Konkurrenz anbieten. Das kann allerdings nur funktionieren, wenn man dann die in der Ausschreibung selbst gesetzten Regeln auch einhält, nach denen ein Start beim Brettchenturnier und gleichzeitig in einer anderen Turnierklasse (in diesem Fall Herren C bzw. Mixed) nicht zulässig ist. Darunter litt diesmal der Ablauf der Brettchenklasse zwar nicht massiv, aber doch spürbar.